Wir schliessen ein weiteres Segeljahr ab…

Nach der Hochzeit von Luca und Tabea geht es zunächst zurück nach Licata

Auch dieses Jahr hat sich eine grosse Seglergemeinde in Licata / Sizilien für den Winter niedergelassen. Über 50 Schiffe mit Menschen aus aller Welt, die hier auf dem Schiff einen Grossteil des Winters verbringen wollen. Einige sind neu dabei, viele kehren aber immer wieder nach Licata zurück. Manche versuchen mal was Neues um dann wieder nach Licata zurück zu kommen. Auch wir verbringen nun den dritten Winter in Licata. Aller Voraussicht nach werden wir bereits vor Ende des Jahres unseren Platz am Steg P1 auch für den kommenden Winter 2024 / 25 buchen. Das trockene und milde Klima, viel Sonne und freundliche Menschen im Hafen und in der Stadt haben unser Herz erobert. Es gibt bestimmt viele schöne Orte im Mittelmeer. Wir fühlen uns hier aber am wohlsten!

Wir haben den Monat November zum Einwintern des Schiffes genutzt und viele gesellige Stunden auf dem Steg, anlässlich des Sonntags-Grills oder der jeweils während der Happy Hour verbracht. Giuseppe hat die neue Seewasserpumpe für die Klimaanlage montiert. Caro hat wieder das Chromstahl auf Hochglanz poliert (siehe Bilder weiter unten).

Da wir dieses Jahr aufgrund der Hochzeit von Luca und Tabea bereits Ende September zurück nach Licata mussten, wollten wir die Segelsaison mit einem Wochentörn nach Malta abschliessen.

Malta

Von Licata nach Valletta / Malta sind es lediglich 80 Seemeilen. Unser Ziel war es die Insel kennen zu lernen aber auch die Schiffswerften auf Malta zu besuchen und uns ein Bild über ihre Leistungsfähigkeit zu verschaffen. Rund um die Hauptstadt Valletta gibt es 7 – 8 Marinas und gleich viele Schiffswerften. Wir hatten Kontakt mit MMH Werft und Manoel Island Shipyard. Sie wirken alle im Vergleich mit der Werft in Licata aufgeräumter und zumindest auf den ersten Blick auch besser organisiert. Trotz mehrerer Versuche habe ich es trotzdem nicht geschafft für den nächsten Refit ein verbindliches Angebot zu bekommen. Sobald man sich ein wenig von den Standardjobs (Antifouling usw.) entfernt (z.B. Rumpffenster abdichten) tun sie sich sehr schwer ein verbindliches Angebot zu machen. Und wenn es dann schlussendlich kommt, ist es meistens überrissen teuer. Auch für die Umstellung auf Lithium-Technik habe ich von den lokalen Victron-Vertretern zwei Angebote bekommen. Beide haben mich weder fachlich noch preislich überzeugen können.

Die Marinas und die Stadt Valetta sind aber sehr nett. Wir haben die Altstadt von Valletta, die ehemalige Hauptstadt Mdina (sehr hübsch!!!) und das kleine Fischerdorf im Süden: Marsaxlokk besucht. Für das MANU Spiel haben wir uns ein englisches Pub in Valletta ausgesucht. Ein Fussballspiel in einem Pub zu schauen ist eines der Hobbies welches sich nicht immer gut mit unserer Segelleidenschaft verbinden lässt. Wenn sich dann mal eine Gelegenheit ergibt, wie hier in Valetta, lassen wir uns diese auf keinen Fall entgehen.

Mdina – die ehemalige Hauptstadt Maltas

Marsaxlokk – das Fischerdorf im Südosten der Insel

Durchreise Zürich – Zuoz – Kroatien

Der Flug von Catania nach Zürich dauert lediglich 1.5 Stunden. Da der Edelweiss-Air Flug eine planmässige Zwischenlandung in Lamezia-Therme vorsieht, verlängert sich die Reisezeit um eine ganze Stunde. Wir legen die Flüge immer aufs Wochenende, sodass wir die Kinder und Freunde in Zürich besuchen können. Diesmal waren wir zum Brunch bei Elif Oskan im türkischen Restaurant Gül in Zürich. Den Samstag-Abend durften wir bei unseren Freunden in Männedorf verbringen. Mit dem Zug ging es dann weiter nach Zuoz. Wir wollten eigentlich lediglich zwei Tage hier verbringen und sofort die Weiterreise nach Kroatien antreten. Wir wurden aber von starkem Schnee überrascht. Zudem haben wir unterwegs irgendwo einen Virus (es gibt inzwischen so viele davon – wir wissen nicht welcher es war) gefangen, sodass wir erst eine Woche später nach Kroatien reisen konnten.

Kroatien – paar sonnige Tage am Meer und Adventsmarkt in Zagreb

Wir sind gerne im Dezember in Kroatien, weil das Klima noch sehr mild ist und weil wir gerne den schönen Adventsmarkt und die Familie in Zagreb besuchen. Dieses Jahr war Matteo mit zwei Kollegen in Zagreb. Gelegenheit für ein kleines Vorweihnachtsfest im Familienkreis. Rabac selber ist in dieser Zeit ziemlich ausgestorben. In der nächstgelegenen Stadt Labin (5 km) sind aber alle Restaurants und Läden ganz normal geöffnet. Das schätzen wir sehr.

Auf dem Heimweg in die Schweiz, halten wir immer irgendwo im Südtirol an. Diesmal waren wir auf dem kleinen Adventsmarkt von der Brauerei Forst in Meran. Da durften wir das leckere Weihnachtsbier probieren und frische südtiroler Äpfel bunkern.

Weihnachten mit der Familie im Engadin

Die Weihnachtsfeiertage durften wir mit Luca und Tabea und mit Matteo in Zuoz verbringen. Anstelle von Truthan und Gans gab es leckere vegetarische und vegane Speisen sowie auserlesene Weine. Die wenigen Tage bis zum Jahresende nutzen wir um das Jahr abzuschliessen und uns auf das Neue Jahr auszurichten. Dieser Blogbeitrag ist eine dieser angenehmen Beschäftigungen, bei der man das Vergangene nochmals Revue passieren lassen kann. In diesem Sinne, hier noch ein kurzer Rückblick auf das vergangene Segeljahr.

Rückblick Segeljahr 2023

Wir sind im 2023 rund 1.807 Seemeilen gesegelt. Dies sind rund 700 Seemeilen weniger als im Vorjahr. Der Grund dafür ist einerseits die Segelpause Ende September (Hochzeit Luca und Tabea) und anderseits das überschaubare Segelrevier im Ionischen Meer, mit sehr kurzen Tagesetappen.

Wir haben in diesem Jahr deutlich weniger für die Hafengebühren und den Treibstoff ausgegeben wie in den vergangenen Jahren. Dafür haben wir ordentlich in das Schiff investiert: Neue Entsalzungsanlage (Schenker ZEN 50), 11 neue Seeventile von Trudesign, neuer, mobiler Honda Generator anstelle des Fischer Pandas, komplett neu aufgebautes Unterwasserschiff mit 5 Lagen Epoxy und 4 Lagen Antifouling, Rumpf komplett poliert und gewachst, neues Dinghy usw.. Im kommenden Jahr werden wir die Solarkapazitäten ausbauen und neue Batterien anschaffen. Bereits in der zweiten Januarhälfte geht es wieder zurück nach Licata. Die Arbeit (aber auch die Freunde) warten….Wir freuen uns darauf!

Wir wünschen allen Segelfreunden aber auch den zu Hause gebliebenen Familienmitgliedern und Freunden ein gesundes und vor allem lustvolles Neues Jahr!

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