Wir haben nun einen Monat in den Buchten von Menorca verbracht und wollen für alle die uns nachfahren möchten eine kurze Übersicht der schönsten Ankerplätze erstellen. Übrigens: Alle Strände bzw. Buchten sind auch mit dem Auto erreichbar. Paar hundert Meter vom Strand liegt meistens ein grosser Parkplatz. Alle Buchten liegen auf dem rund um die Insel verlaufenden Wanderweg – Cami de Cavalls. Sie sind die Highlights dieser 185 km langen Rundwanderung. Hier der Reihe nach vom Nordwesten im Uhrzeigersinn, rund um die Insel:
Cala Fontanelles (Strände Algaiarens und Es Bot)
Cala Algaiarens besteht aus zwei Stränden: Platja des Bots und dem größeren Strand Platja es Tancats.
Die zwei Strände liegen in einer wunderschön felsigen Bucht. Diese sorgt dafür, dass die beiden Strände zu den am besten geschützten Stränden der Nordküste gehören.
Beide Strände sind mit feinem, hellem Sand bedeckt, der an manchen Orten eine sehr schöne leicht rötliche Färbung annimmt. Das Wasser ist klar und wird vor allem am Platja des Bots, dem kleineren Strand nur sehr langsam tief. Dieser Strand ist auch von Wellen am besten geschützt
Cala Pregonda
Cala Pregonda ist wunderschön in einer Bucht gelegen und durch die beiden kleinen Inseln Illot un Esculls de Pregonda gut geschützt. Der Sand ist golden, das Wasser kristallklar und die Aussicht vom Strand aus ist atemberaubend. Einige hundert Meter südöstlich von Cala Pregonda liegt der Strand Cala Pregondó, der ein wenig kleiner ist.
Playa Cavalleria
Der Strand Playa de Cavalleria liegt in der Mitte der Nordküste Menorcas. Der nördlichste Punkt der Insel, der Leuchtturm Cap de Cavalleria ist nur wenige Kilometer entfernt.
Mit seiner einzigartigen Lage ist der Naturstrand Playa de Cavalleria einer der schönsten und bekanntesten Strände der Nordküste.
Der Strand ist 500 Meter lang und mit goldenem Sand bedeckt, der etwas dunklere Ton entsteht durch die roten Felsen, die den Strand umgeben. Das Wasser ist relativ flach. Der Meeresboden ist von Sand bedeckt, es gibt jedoch auch Bereiche mit einigen großen Steinen und Felsen.
Fornells Bucht
Im Norden von Menorca liegt der idyllische Fischerort Fornells in der malerischen Bucht Bahia de Fornells. Der kleine Ort ist die Heimat von rund 1.000 Menschen, die sich größtenteils dem Fischen oder der Zubereitung der Schätze aus dem Meer verschrieben haben. Vor allem die Langustenfischerei ist in Fornells eine seit langem gehegte Tradition. Man sollte es nicht versäumen einen Besuch in einem der typischen Fischrestaurants vor Ort abzustatten. Wir empfehlen das „Es Cranc“. In der Bucht liegt eine grosse Anzahl Mooringbojen und Xavi (VHF CH 77) hilft gerne beim anlegen. Zwei Dinghidocks im Hafen. Man kann auch ankern, auch wenn es etwas schwierig ist, einen passenden Sandflecken ohne Seegras zu finden. (Seegras = auf spanisch Posidonia ist auf den Balearen geschützt und die fehlbaren Segler werden zwar nicht gebüsst, aber gemahnt).
Cale Addaia
Das Highlight von Addaia ist sicherlich die knapp drei Kilometer lange Bucht. Diese Bucht spielte in der Historie Menorcas eine nicht unwichtige Rolle. Die Briten wählten bei ihrem 3. Eroberungsversuch den Port D’Addaia aus, um an Land zu gehen. Schließlich ist die Bucht windgeschützt und deshalb ein geeigneter Anlegeplatz für die Schiffe.
Auch heute noch wird diese Eigenschaft der Bucht geschätzt, allerdings nicht mehr für kriegerische Zwecke, sondern für Freizeitaktivitäten wie Windsurfen und Segeln. In der Bucht von Addaia liegt der kleine Yachthafen Port Addaia. Für Wassersportler ist Addaia eine echte Alternative zum anderen Naturhafen an der Nordküste in Fornells. Vor dem Hafen werden Bojen vermietet. Mann kann zwar in der Bucht auch gut ankern, der Boden ist aber so schlammig, dass sich das nicht lohnt. Mit der Kette wird man sich beim einholen viel Dreck ins Boot holen. Also lieber einen Platz in der Marina im voraus buchen. Die Cantina im Hafen kann man sowohl für ein Frühstück wie auch für ein Abendessen durchaus empfehlen.
Es Grau und Isla d’en Colom
Platja des Grau liegt in einer gut geschützten Bucht. Der Strand ist fast 500 Meter lang, jedoch in der Mitte von einem großen Felsen geteilt. Der Strand ist hauptsächlich von feinem Sand bedeckt, an einigen Stellen gibt es ein paar Kieselsteine. Das Wasser in der Bucht ist sehr flach und es gibt nur sehr wenige Wellen.
In der Bucht werden einige wenige Bojen vermietet. Spanender ist aber die vor dem Ort liegende Insel Isla d’en Colom, die mit eigenem Strand aufwartet, viel Platz zum Ankern und etlichen Bojen die übers Internet buchbar sind bietet.
Die Gegend ist Teil des Naturschutzgebietes S’Albufera des Grau. Vom Strand aus gibt es mehrere markierte Wanderwege ins Hinterland, wo sich auch ein großer See mit flachem Wasser befindet
Mahon Bucht
Ist ein riesiger Naturhafen mit mehreren Marinas, teilweise am Ufer und teilweise auf den schwimmenden Stegen in der Bucht selber. Am Eingang zur Bucht liegt die Cala Teulera, ein hervorragender, von allen Seiten geschützter Ankerplatz. In der Bucht selber sind zwei Inseln zu finden. Auf einer befindet sich das ehemalige Lazaret und auf der Isla del Rey wird im Juli 21 eine grosse Galerie für Gegenwartskunst von „Hauser & Wirth“ (CH) eröffnet.
Im 18. Jahrhundert machen sich Engländer, Franzosen und Spanier die Kontrolle über die Stadt streitig. Bis zu fünf Mal wechselt sie den Besitzer. Seit der ersten englischen Herrschaft wird die Stadt zur administrativen Hauptstadt der Insel, die Aktivitäten des Hafens wachsen und der Verkehr von Kriegsflotten aus aller Welt ist intensiv. Es entsteht ein bedeutender Bürgerstand. In dieser Epoche werden die herausragendsten Gebäude errichtet und Maó bekommt eine Persönlichkeit, die heute noch in ihren Strassen zu spüren ist.
Dieser konstante Wechsel verschiedener Völker hat Maó eine reiche Kombination verschiedener Kulturen beschert. Es ist eine offene und kosmopolitische Stadt, mit einem gastfreundlichem Charakter und perfektem Gleichgewicht zwischen Tradition und Moderne.
Cala n’Porter
Cala en Porter liegt an der Südostküste Menorcas, ungefähr 10 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Mahon.
In Cala en Porter gibt es einen fantastischen Strand, der in einer tiefen, felsigen Bucht gelegen ist. Ankern kann man am Eingang der Bucht. Es hat Platz für maximal 10 Boote. Guter Schutz bei Winden aus N/NW.
Cala Galdana
Cala Galdana hat einen fantastischen Strand, der in einer wunderschönen, halbrunden Bucht gut geschützt ist. Das Wasser ist kristallklar und hat wundervolle türkise Schattierungen. Ankern kann man uf 5 – 7m Tiefe am Eingang der Bucht. Von Cala Galdana aus kann man zu den etwas abgelegeneren Stränden Cala Mitjana (1km östlich) und Cala Macarella (siehe unten) (2km westlich) entlang wunderschöner Naturpfade auf dem Cami des Cavalls laufen.
Cala Macarella und Macarelletta
Der Naturstrand Cala Macarella liegt im Südwesten von Menorca, weniger als 2 Kilometer vom beliebten Urlaubsort Cala Galdana entfernt. Von Cala Macarella aus gibt es einen Pfad zum kleineren Strand Cala Macarelleta. Der Pfad führt über Felsen mit einer teilweise fantastischen Aussicht. Ankern kann man auf 5 m Wassertiefe auf dem Sand, ausserhalb des Badebereichs. Am grösseren Strand gibt es einen markierten Dinghizugang zum Strand und Restaurant.
Son Saura
Es ist einer der schönsten Strände Spaniens und besteht aus zwei Stränden, einem von 200 Metern und der andere von 300 Metern Länge, beide durch eine 150 Meter lange felsige Küste verbunden sind und zusammen die 600 Meter lange Bucht bilden, die als Arenal bekannt ist de Son Saura. Der Strand sieht sehr karibisch aus, ähnlich wie die Strände von Formentera südlich von Ibiza und die Salinen oder das Gebiet von Cap de Ses Salines auf Mallorca
Ciutadella
Liegt am Ende einer langen schmalen Bucht. Die westlichste Stadt auf Menorca, Ciutadella gilt auch als die Schönste. Die idyllischen Altstadtgassen gehören zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten auf Menorca und bilden mit ihren vielen Boutiquen, Galerien, Bars und Restaurants einen attraktiven Anziehungsort.
Mit knapp 29.300 Einwohnern ist Ciutadella neben Mahon die wichtigste Stadt auf der Insel. Bis 1722 war Ciutadella sogar die Inselhauptstadt.
Club Nautico de Mahon bietet rund 20 Gäste-Liegeplätze, die im Sommer lange in voraus zu buchen sind. Der Hafen ist auch berüchtigt für die Rissaga – ein „Meteo-Tsunahmi“, ein hydrologisches Phänomen, das im Hafen nur ein- bis zweimal im Jahr auftritt und meistens nur schwach ausgeprägt ist. In einzelnen Fällen jedoch läuft das Hafenbecken innerhalb weniger Sekunden fast völlig leer, das Wasser kehrt dann in einer gewaltigen Welle zurück und verursacht mitunter große Schäden, wie am 21. Juni 1984 und am 15. Juni 2006. Vor der Hafeneinfahrt liegen zwei Buchten wo man relativ eng auf 9 m Wassertiefe gut ankern kann.
Wir segeln nun nach Formentera weiter und, weil es so schön war, kommen wir Ende Juli wieder mit Matteo nach Menorca zurück. Wir waren bereits auf allen Inseln der Balearen, aber wenn wir ehrlich sind, immer sehr kurz, da wir zurück an die Arbeit mussten oder einfach weiter segeln wollten. Nun wollen wir alle 4 Inseln (mit Cabrera sind es 5) richtig entspannt geniessen und die Orte besuchen, die wir noch nicht gesehen haben. Update folgt!















































fantastico
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Tolle Übersicht, man sieht, dass Ihr eine schöne Zeit habt. Menorca hat uns damals auch sehr gut gefallen. Weiterhin viel Spass.
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