Weiter geht es – endlich!

Covid bedingt haben wir im vergangenen Jahr sehr wenig gesegelt. Das Reisen war durch Quarantänebestimmungen eingeschränkt und wir waren mit dem Verkauf des Hauses meiner Schwiegermutter sehr gut beschäftigt. Im Herbst 2020 war der Verkauf abgeschlossen und das Haus geräumt. Den Winter haben wir in Zuoz und Kroatien verbracht, um mit den ersten Sonnenstrahlen Ende März nach Valencia zu reisen und hier die Vorbereitungen für die neue Saison zu treffen. Eigentlich wollten wir bereits in den ersten Apriltagen die Segel setzen, das Wetter war aber, für spanische Verhältnisse, eher bescheiden. Immer wieder mal ein Regentag, Temperaturen knapp unter 20 Grad und immer wieder kalter Nordwind. Morgens und abends haben wir die Heizung eingeschaltet. So haben wir spontan entschieden bis Ende April in Valencia zu bleiben und hier einen Spanischkurs zu besuchen. Der Kurs hat uns riesig Spass gemacht und der Monat ging wie im Fluge vorbei. Für ein einfaches Gespräch reichen unsere Kenntnisse schon. Weiter geht’s mit dem Online-Kurs auf Babbel.

Valencia ist inzwischen unsere Lieblingsstadt in Spanien. Eine junge, frische, grüne Stadt die von der Grösse her überschaubar bleibt und neben Hafen und Strand über eine lebendige Altstadt verfügt. Viele schöne Cafés und Restaurants sind überall zu finden. Wer Paella und andere Reisgerichte liebt kommt hier auf seine Rechnung. Mit dem Scooter ist die Stadt nur 7 Minuten vom Yachthafen entfernt.

Am 1. Mai 2021 kam Matteo für eine Woche zu Besuch. Nach einem gemeinsamen Besuch des Aquariums ging es gemeinsam weiter nach Denia, wo wir einige schöne Tage in der sehr gepflegten Marina verbracht haben. Mit dem Mietwagen haben wir Alicante, Altea, Javea und Moreira besucht.

Die Woche war sehr schnell um und Matteo musste schon wieder zurück. Für uns hiess es dann weiter segeln mit dem Ziel Menorca. Einen kurzen Stopp gab es auf Cabrera – Naturschutzgebiet südöstlich von Mallorca – wo wir paar geruhsame Tage in der schönen Bucht verbracht haben. Es ist noch Vorsaison und es sind deshalb nur wenige Schiffe unterwegs. Es hat überall Platz und man muss nicht im voraus buchen.

Nach zwei Nächten in Porto Colom, an der Ostseite Mallorcas ging es mit Rückenwind in Richtung Mahon auf Menorca. Gute Gelegenheit, um das neue Segel auszuprobieren: ein bauchig geschnittener Cruising Code Zero, welcher auch tiefere Kurse unterstützt und welcher ausgebaumt sogar platt vor dem Wind eingesetzt werden kann. Wir hoffen, dass wir mit beiden ausgebaumten Vorsegel einen idealen Setup („Passatsegel“) für die nächste Atlantiküberquerung gefunden haben. Das neue Segel steht wirklich genau wie wir uns das gewünscht haben. Leider ist aber das Vorliek etwas zu lang geraten, sodass sich das Segel nur mit Mühe aufrollen lässt. Nach kurzer Absprache mit dem Hersteller und der lokalen Segelmacherin werden wir das Segel am Vorliek und Unterliek kürzen lassen. Das Problem sollte damit behoben sein. Wir hoffen, dass das Segel auch danach so gut steht!

Menorca

Mahon

Unseren Menorca-Aufenthalt beginnen wir wieder in der hübschen Hauptstadt Mahon (Mao). Menorca hat in ihrer Geschichte sowohl eine arabische, wie auch eine britische und auch eine französische Phase gehabt. Vor allem der britische Einfluss ist in der Architektur allgegenwärtig . Der Hafen von Mahon liegt in einer langen und breiten Bucht in der sich mehrere Marinas befinden und an dessen Mole sich die Restaurants aneinander reihen. Sehr hübsch ist auch der Fischmarkt mit der Tapashalle.

Calas von Menorca / Cami des Cavals

Berühmt ist Menorca auch für die hübschen Buchten und den 185 km langen Wanderweg, Cami des Cavalls, welcher sich um die ganze Insel entlang der Küste schlängelt. Wir verbringen die Woche vor Anker in den hübschen Buchten und schauen uns bei jeder Gelegenheit eine Teilstrecke des Wanderwegs an. Mit Temperaturen knapp über 20 Grad haben wir dazu den idealen Moment erwischt. Die Wochenenden verbringen wir abwechslungsweise in den beiden Städten Mahon und der auf der anderen Inselseite liegende Stadt Ciutadella. Welche der Beiden hübscher ist dürft ihr selber entscheiden. Uns gefallen beide!

Ciutadella

Die westlichste Stadt auf Menorca und die ehemalige Hauptstadt. Heute noch der Sitz des Bischofs von Menorca. Viele idyllische Altstadtgassen mit Boutiquen, Galerien und Bars machen den Reiz dieser Stadt aus.

Wie geht es weiter? Wir wissen es noch nicht und wollen es gar nicht wissen. Wir bleiben hier auf Menorca bis das Segel fertig ist und darüber hinaus solange es uns hier gefällt. Ganz nach dem Motto:

Home is where the anchor drops!

PS: Wir haben unseren Reiseblog um ein digitales Logbuch ergänzt (separater Menupunkt auf der Einstiegsseite). Da könnt Ihr auf einen Blick unsere bisherige Reise überblicken. Das Logbuch wird natürlich laufend nachgeführt!

Eine Antwort auf „Weiter geht es – endlich!

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  1. Schön dass Ihr wieder unterwegs seid. Bei Euren Bildern kommen Heimatgefühle auf. Cabrera war immer unser Lieblingsplatz. Wir haben dort sogar scho Weihnachten gefeiert. Da waren wir das einzige Boot. Wir wünschen Euch einen schönen Segelsommer.⛵️

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