Start Mindelo
Am 21. November 2019 ging es in Mindelo wieder an den Start. Nun steht ein Ozean und 2.100 Seemeilen Wasser zwischen Mindelo und dem Ziel in St. Lucia vor uns. Die Prognose ist gut: 15 bis 25 Knoten (Rücken-) Wind für die gesamte Strecke. Moderater Wellengang im 9 – 12 s Abstand. Squals – lokale Gewitterzellen die einen deutlich stärkeren Wind uns Regen bringen können sind hier immer möglich und werden von allen gefürchtet. Vor allem nachts!
Was macht man so den ganzen langen Tag auf dem Schiff?
Man (n) und Frau segelt! Es ist eine sportliche Aufgabe bei der auch das Köpfchen gefordert ist. Insbesondere dann wenn es um die Routenplanung, basierend auf neuesten Wetterdaten, geht. Den Kopf braucht man auch wenn etwas nicht mehr funktioniert und ein «Workaround» gesucht werden muss. Das kommt auf dem Segelboot immer wieder vor. Beruhigend ist, dass es immer auch ein Lösung gibt.
Morgens um 9.00 werden Wetterberichte updated. Das geht über Iridium und Predict Wind sehr zügig und zuverlässig von statten. Gleichzeitig kommt auch der Wetterbericht der Rally-Leitung aus England per Mail an. Daten vergleichen, Route planen und Segel richtig setzen.
Danach wird gefrühstückt. Manchmal Müesli, Porridge, manchmal Toast oder auch nur Früchte.
Das Logbuch wird nachgeführt. Um 12.00 Uhr wird hier die Mittagsposition erfasst und in der Atlantik-Karte eingetragen. Kurz danach kommt die Positionsliste der Rennleitung per Mail rein. Die Positionen der Mitbewerber werden in der Karte eingetragen und die eigene Strategie überprüft. Und schon wieder hat man ein wenig Hunger und freut sich auf ein leichtes Mittagessen (meistens Salat).
Vormittags macht man eine Runde über das Deck. Mindestes 5 tote fliegende Fische liegen hier an der Sonne und warten auf ihre Seebestattung. Angezogen von den Positionslichtern des Schiffes stürmen sie Nachts auf das Boot. Caro hat immer das Glück im richtigen Moment am Ruder zu stehen und von denen getroffen zu werden. Lustige Kreaturen: Kein Fisch und kein Vogel! Wenn uns das Essen ausgeht und wir nichts selber fangen, können wir uns von diesen kleinen, sardinenähnlichen Fischen ernähren.
Wenn man beim Deckrundgang aber auch welche Schrauben oder Splinten findet, dann weiss man, dass sich bald irgendwas lösen wird und dringender Handlungsbedarf besteht. Jeden Tag sollte man auch seine Wanten streicheln. So stellt man eventuell rechtzeitig fest, dass eine von 9 Stahlfäden gerissen ist. Wenn man rechtzeitig reagiert, lässt sich das auch auf hoher See, zumindest provisorisch, beheben. «A stitch in time, saves nine» – so unser “Jerry the Rigger” von ARC!
Natürlich schleppen wir meistens auch eine Angelschnur mit Köder hinter uns. Die Bilanz ist diesmal aber eher mager. Zwei verlorene Fische samt Köder und ein Dorado von ca. 3 Kg in unserer Tiefkühltrue.
Nach dem Mittagessen hat man Zeit zum Lesen oder sich einfach erholen. Da man nachts mindestens eine Wache von drei Stunden übernehmen muss, kommt der Schlaf sonst etwas zu kurz. Um 19.00 Uhr wird Z’Nacht gegessen. Danach gehen zwei ins Bett und einer übernimmt die erste Wache von 21.00 bis 24.00 Uhr. Die Anderen zwei stehen zwischen 0.00 Uhr und 3.00 Uhr und 3.00 Uhr und 6.00 Uhr im Einsatz.
Was hat gut bzw. weniger gut funktioniert?
Verpflegung – GUT – 10 verschiedene Mahlzeiten vor zu kochen und einzufrieren war richtige Entscheidung. Gerade dann wenn der Seegang rüppig wird, ist man froh nicht kochen zu müssen. Darüber hinaus portioniertes und eingefrorenes Fleisch zum a la minute anbraten, Pasta, Polenta, Risotto und Müsli in allen Variationen. Zwei grosse Netze für Obst und Gemüse haben wir aufgehängt und in Las Palmas und Mindelo prahl gefüllt. Ganz wenige Sachen mussten wir weg schmeissen. Der Rest wurde sobald gereift auch verzehrt.
Abfallmanagment – SEHR GUT – Bereits beim proviantieren die Umverpackung wegschmeissen und Produkte vor der Abreise zu verarbeiten hat dazu beigetragen, dass wir bei Ankunft in St. Lucia nur zwei grosse Abfallsäcke hatten: eines mit PET/ALU/GLAS und eines mit sonstigen Abfällen. Die Umverpackung von Käse oder Fleisch (Tiefkühlbeutel) haben wir in eine grosse Leere Petflasche entsorgt und den Deckel zugeschraubt. Darüber hinaus wurden alle organischen Abfälle direkt bei der Verarbeitung im Meer entsorgt. Durch diese beiden Massnahmen hat unser Abfall auch nach 10 Tagen keinen lästigen Gestank entwickelt.
Energiemanagement – GUT – aber nur dank massiven Einsatz von Generator. Die Tage sind kurz, sodass die Ausbeute von Solarzellen nur mittelmässig war. Der Windgenerator wird beim Segeln vor dem Wind nur schwach angeströmt (Windgeschwindigkeit minus Fahrt = auf den Windgenerator wirkender (scheinbare) Wind). Andererseits hat der dauernde Einsatz des Autopiloten und aller Navigationsgeräte zu einem täglichen Verbrauch von über 300 Ah geführt. Ca. einen Drittel konnten wir mit alternativen Energiequellen selber wieder herstellen. Den Rest hat der Dieselgenerator geleistet. Wir hatten 300 l vom günstigen Diesel (1l = 0.96€) in den beiden Tanks und 8 Kanister à 20 l als Reserve. Gebraucht haben wir nur den Kanisterinhalt. Wir sind mit vollen Tanks in St. Lucia angekommen.
Automatische Steuerung (Autopilot) – SEHR GUT – dies war meine grösste Sorge vor der Abfahrt. Eine Strecke von 3.000 Seemeilen schafft man mit einer kleinen Crew nur dank der Unterstützung des unermüdlichen Autopiloten, welcher fast einen Monat lang rund um die Uhr im Einsatz war. Erst in den letzten Tagen haben wir uns vorgenommen jeweils eine Stunde pro Tag und Crewmitglied von Hand zu steuern und so den Autopiloten zu entlasten. In Lagos wurde vor der Abfahrt das Ruderlager ersetzt, Ruderblatt und der Seilzug an den Steuerrädern kontrolliert. Um ganz sicher zu sein habe ich dann auch noch die komplette Hydraulik der Jeffa-Steuerung als Reserve nach Las Palmas bestellt. Auch wenn wir sie diesmal nicht geraucht haben. Irgendwann werden wir froh sein um diese.
Wasser-Management – SEHR GUT – wobei hier von Management keine Rede sein kann. Wir haben den Hafen Las Palmas und Mindelo jeweils mit 650 l in beiden Wassertanks verlassen. Als das Wasser zu neige ging, wurde der Wassermacher (Entsalzungsanlage) angeschmissen. Der hat dann schön zuverlässig jeweils 60 Liter Wasser pro Stunde in bester Qualität geliefert (und dabei auch etwas Strom verbraucht – siehe Energiemanagement). Wir hatten mehr als 2.000 L Wasser für die Strecke von Mindelo bis St. Lucia zur Verfügung.
Getränke-Management – Sehr GUT – Es gab von allem genug. Gebraucht wurde praktisch nur Trink-Wasser. Hier und da ein Bierchen und über die ganze Strecke 6 Flaschen Wein. Irgendwie ist man vom Langstreckensegeln so absorbiert, dass es kein Alkohol braucht um sich wohl zu fühlen. In der Karibik ist alles ohnehin teurer und nicht so gut erhältlich. Da lohnt es sich mit vollem Weinkeller anzureisen.
Crew – GUT – Auf der ersten Teilstrecke waren Luca und Matteo mit uns an Bord. Wir hatten in dieser Zeit 4 schwierige Tage mit Windstärke 8, einer See die keinen geraden Schritt an Bord erlaubte und am dritten Tag einen epischen Kampf mit einem Zerrissenen Vorsegel zu bewältigen. Wir mussten alle über unsere Grenzen hinaus wachsen und haben dies auch getan. Wir werden unseren Enkelkindern was zu erzählen haben! Auf der zweiten Teilstrecke von Mindelo nach St. Lucia hat uns Heinz begleitet. Er ist ein sympatischer und zugänglicher Berner, in jungem Alter von 60 Jahren. Er hat seine Aufgabe mit Bravour gemeistert, uns nachts jeweils drei – vier Stunden Schlaf erlaubt und ist uns auch tagsüber immer zu Hand gegangen. Die Küche war nicht sein Revier. Das wussten wir schon vor dem Start. Aber auch hier hat er mit der Zeit immer bessere Figur gemacht. Dafür riss er sich um schwierige Aufgabe, wie Mastklettern auf offener See. Vielen Dank, Heinz! Du darfst wieder mal mit uns segeln!
Caroline ist nach 11.000 gemeinsam gesegelten Seemeilen der beste und zuverlässigste Partner den man sich auf dem Schiff wünschen kann. Sie hat mich tatkräftig unterstützt und hat mit mir zusammen eine Menge dazu gelernt. Wir verstehen uns inzwischen auch auf dem Schiff hervorragend!

Luca 
Matteo 
The man called Fisch (Peixe) im Viva-Crew-Dress (Service man in Mindelo) 
Heinz 
Skipp 
The first mate
Kommunikation / Iridium GO! – SEHR GUT – Spätestens 30 Meilen von der Küste entfernt hört die Abdeckung durch die Mobilfunknetze auf. Danach ist man auf den VHF Radiosender angewiesen, welcher wiederum eine Reichweite von 30 Meilen hat und vor allem der Alarmierung und der Kommunikation mit den anderen Schiffen dient. Die längeren Strecken deck man entweder mit der Kurzwelle / SSB Radio und Pactor-Modem (für das Versenden und Empfangen von Mails) (Reichweite ca 400 SM) oder mit einer Satelliten-Lösung ab. Wir haben und für ein Iridium Go!-Modem entschieden und diesen am Navigationstisch fest verbaut. Wie auch zu Hause verbindet man sich hier mit seinem Smartphone übers WLAN mit dem Iridium Modem. Mit einer speziellen App, welche die Daten komprimiert, kann man direkt vom Smartphone SMS und Mails versenden und empfangen, Telefonanrufe tätigen, Gribfiles und Wetterdaten empfangen und in den Routingapps weiterverarbeiten. Die Lösung kostet nicht viel (rund CHF 1.000,-) und hat gerade mit unserem Predict Wind Wetterdienst immer tadellos funktioniert. Eine Alarmierung ist per Knopfdruck auch über das Iridium Modem möglich. Kann ich empfehlen!
Rally Organisation – GUT – die englische Organisation «World Cruising Club» machte ihren Job sehr souverän und routiniert. Sie haben uns mit den Unterlagen versorgt und in den Briefings wichtige Hinweise mit auf dem Weg gegeben, das Schiff vor dem Start einem Sicherheitscheck unterzogen, in vielen Aperos und Parties die Segler-Familie näher zusammen gebracht und uns täglich mit den Wetterberichten und Positionslisten versorgt. Den Rest durften wir selber machen. Mehr darf man ja auch nicht erwarten. Jeder musste sein Schiff selber auf die andere Seite des Atlantiks bringen. Das ist auch gut so.
Pannen und Probleme
Die wichtigste Frage in der Vorbereitungsphase war: was passiert, wenn dieses oder jenes passiert? Hat man für jede Eventualität einen Ersatzteil oder eine alternative Lösung? Zurückblickend kann man sagen, für jedes Problem gibt es eine Lösung. Kühlen Kopf bewahren, einmal drüber schlafen und dann entscheiden! Andererseits muss ich auch zugeben: Keiner der Ersatzteile die ich mitgenommen habe, kam auch zum Einsatz. Dafür sind andere Sachen kaputt gegangen, die wir nicht so im Fokus hatten. Hier der Reihe nach:
- Auf der ersten Teilstrecke haben wir das Vorsegel verrissen und notdürftig in einer Nachtübung in Mindelo repariert. Glücklicherweise, wie sich das später herausstellte (siehe weiter unten)
- Direkt nach dem Start zur zweiten Teilstrecke drei schlechte Nachrichten
- Die vordere Winch an der Backbordseite streikte vorübergehend, hat sich dann aber wieder «gefangen» und für den Rest der Strecke ordentlich funktioniert (Ersatzteile hätten wir dabei)
- Die Wasserpumpe (Oh, je – zwei Wochen ohne fliessendes Wasser!!!) hat anfänglich komische Geräusche von sich gegeben. Auch hier hätten wir die baugleiche Wasserpumpe als Ersatz an Bord gehabt. Zum Glück blieb uns aber auch diese Übung erspart
- Stunde nach dem Start fiel die Schraube von den Lazy-Jacks (es handelt sich um die Leinen welche den Segelsack am Baum halten und den Reffvorgang unterstützen) aus der oberen Salling heraus. Glücklicherweise waren wir noch in der Nähe der Insel San Antao und konnten hier in einer windgeschützten Bucht in den Mast klettern und die Schraube wieder anbringen. Am nächsten morgen kam dann dieselbe Leine nochmals runter. Sie schamfielte offensichtlich unbemerkt an den Wanten bis sie ganz durch war. Der zweite Versuch auf dem Mast das Problem zu lösen scheiterte. Zum Glück kam der entscheidende Hinweis von unserem Rigger-Freund aus Palma de Mallorca, Ignacio Triay, die Lazy Jack-Leine mit Hilfe der Dirk (die Leine welche den hinteren Teil vom Grossbaum hält) hoch zu ziehen. So blieb uns die dritte Kletterübung am Mast in der rauhen See erspart und die Lösung hielt.
- Auf dem halben Weg mischte sich zum leisen Surren des durch das Fahrwasser sich drehenden Propellers noch ein knatterndes Geräusch dazu. Ein Getriebeschaden? Hat sich was am Propeller verfangen und schlägt jetzt gegen den Rumpf? Durch das Einlegen des Rückwärtsganges konnte das lästige und beunruhigende Geräusch beseitig werden. Am nächsten Tag mussten wir aber beidrehen und mitten im Atlantik tauchen gehen. Leider bewegte sich das beigedrehte Schiff mit ein bis zwei Knoten weiter, sodass wir nur angeleint ins Wasser durften. Gute Nachricht: der Propeller war frei und nicht beschädigt. Die Ursache muss vom Mechaniker in St.Lucia gesucht werden.
- Einen Tag später, beim Bergen des Grosssegels lösste sich die Schraube welche den Grossbaum und die Manschette am Mast zusammenhält und fiel heraus. Wir konnten alle Teile am Deck finden und zusammen tragen. Da sich aber die zwei Teile so kräftig ineinander verkeilt haben, konnten wir die Schraube nicht wieder einsetzen. Ergebnis – Verzicht auf Grosssegel für die restliche Strecke von immerhin rund 800 Seemeilen!
- Für die letzten sieben Tage hatten wir folgende Segelgarderobe zur Verfügung:
- Das notdürftig reparierte Vorsegel (kleine Selbstwende-Fock) von 55 m2
- Code Zero 140 m2 – Eigentlich für am Wind-Kurse gebautes Segel, welches zur Not auch vor dem Wind (hatten wir die ganze Strecke = Passatwinde), bis zu einem Winkel von 145 Grad eingesetzt werden kann. Das hätte aber bedeutet, dass wir vor dem Wind kreuzen müssen, wir etwas schneller wären aber dafür wesentlich mehr Strecke segeln müssten. Ausprobiert und als Plan B zurückgestellt!
- Eine Kombination der beiden Segel: Ausgebaumte Fock im LUV und Code Zero im Lee hat leider auch nicht funktioniert, weil die Einfallswinkel nicht passten. Lösung gestrichen!
- Parasailor – Unser 185m2 Spinnaker, auch genannt Monster, ist ein Leichtwindspielzeug das unter 20 Knoten sehr gut funktioniert. Leider hatten wir meisten Wind über 20 Knoten.
- Wir verraten es euch: Die kleine Fock hat über den grössten Teil der Strecke, ohne zu murren, das schwere Schiff mit 5 bis 6 Knoten in Richtung Ziel getragen. Dank des in Mallorca angeschafften Spinakerbaums konnte sie im LUV ausgebaumt werden und hat so einen direkten Kurs aufs Ziel ermöglicht. Alle andere Lösungen hätten Kreuzen vor dem Wind und deutlich längere Wege bedeutet. Eine Notlösung die in die Hauptrolle geschlüpft ist! Mit einem funktionierendem Grosssegel hätten wir den gleichen direkten Kurs fahren können (Fock ausgebaumt im LUV) bei einer um mindestens 20 Seemeilen besseren LUV-Geschwindigkeit. Wir wären mindestens einen Tag früher im Ziel.
- FAZIT: Bei Kursen platt vor dem Wind (160 – 180 Grad TWA hat sich die einfachste Lösung mit dem Gross im Lee (ev. gerefft) und im Luv ausgebaumten Vorsegel am besten bewährt. Relativ langweilig aber schnell und vor allem einfach zu handhaben. Am schnellsten im Ziel (relativ im Bezug auf die Schiffsgrösse) waren die mit dem «Bluewaterrunner» von Elvström ausgestatteten Schiffe. Da handelt sich um ein doppeltes um eine Torsionsleine am Bugsprit gewickeltes Segel, welches aus dem Cockpit gerefft werden kann und mit zwei Spinnakerbäumen gefahren wird. Dieses Segel deckt den beim Passatwindsegeln am meisten vorkommender Bereich zwischen 150 und 180 Grad TWA am besten ab und ist von kleinen Crews am einfachsten zu händeln.

Unterwasseraufnahmen vom Propeller 
kaputter Grossbaum 
Für die letzten 800 Seemeilen unser Antrieb 
Heinz auf dem Mast auf offener See!
Zwischenfälle
Wir haben in den letzten Paar Tagen von der Rally-Leitung die Positionen zweier Mini-Transat-Racing-Boote bekommen die abgemastet und von der Crew aufgegeben wurden. Sie trieben nun etwas nördlicher von unserer Route und gefährdeten andere Verkehrsteilnehmer. Auch sowas kann passieren. Vor allem dann wenn man im Rennfieber das Schiff an die Grenzen pusht!
Von der ARC Flotte mussten paar zurückkehren. Die restlichen Schiffe haben alle ihr Ziel in St. Lucia oder St. Vincent erreicht. Leider starb ein Schiffsbesitzer einige Tage nach dem Start auf seinem Schiff eines natürlichen Todes. Wir wurden von der Rally-Leitung informiert, kennen aber weiter Details nicht. Das muss für die, dem Verstorbenen nahestehende Crew, ein Alptraum gewesen. Sie haben es geschafft ohne externe Hilfe bis St.Lucia zu segeln. Die administrative Abwicklung läuft in so einem Fall über MRCC in Martinique ab. Die Leiche wurde im Dinghy aufbewahrt. Den Leichensack hat ein vorbei fahrender Frachter beigesteuert.
FAZIT
Wir haben in 25 Segeltagen die Strecke von Lagos (Algarve) über Las Palmas de Gran Canaria und Mindelo (Kapverden) – Insgesamt 4.000 Seemeilen gesegelt und das herrlichste Passatwindsegeln auskosten dürfen. Mit konstantem Rücken-Wind von 15 bis 25 KN (drei Tage bis 37 Knoten) kann man ordentlich Strecke machen und hat genug Zeit, um sich des Ozeans und des Himmels satt zu sehen, seinen Gedanken nachzulaufen und zu relaxen. Die ersten langen Passagen waren für uns eher Furcht einflössend. Heute lieben wir die Weite und erleben sie eher befreiend. Das Gefühl das sich dabei einstellt hat am besten Winfried Erdmann, deutscher Mehrfach-Weltumsegler beschrieben: OZEANISCH!
Einige Rallyteilnehmer machen die Strecke zum 7, 8 Mal. Wir könnten es uns auch wieder vorstellen den Atlantik auf eigenem Kiel zu überqueren. Zunächst bleiben wir aber hier und klappern die Karibik vom Süden nach Norden und wieder zurück ab. Freuen uns auf Luca und Matteo mit Tabea und Martin zu Weihnachten / Neujahr.
Der Handicap-Bereinigte 14 Platz in der schnellsten Cruising-Kategorie ist in Anbetracht der technischen Schwierigkeiten zufriedenstellend. Mit einem funktionierendem Gross wäre ein Platz im ersten Drittel in Reichweite gewesen!































Herzliche Gratulation dem ganzen Team, natürlich vor allem dem verantwortlichen Skipp, auch wenn er ab und zu ein wenig müde aussieht.. (habe natürlich keine Ahnung vom Segeln) und the first mate. Die Nachrichten sind sehr interessant und auch gut verfasst – dazu gibt es noch einmal ein Bravo. Toll – also dann mal die Beine hoch – geniesst die Wärme – und nur das Beste für euch alle im kommenden 2020. Vielleicht reichts mal für ein kurzes Wiedersehen.
PS: ev. müsste auch mal das weisse Auto in der Tiefgarage bewegt werden – Standschäden 😉
Winterliche, graue Grüsse, nachdem es gestern den ersten Schnee (0.11cm – vor allem Schäumchen) auf der Terrasse hatte.
Erika und Werni
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Hi Werni – Vielen Dank für die Gratulation und die guten Wünsche. Ja, wir bekommen auch TCS Meldungen von gesperrten Strassen in Folge Schneefall. Kommt einem aus der Ferne seltsam vor…. Ich denke wir bleiben eine Zeitlang hier. Geniesst die schöne Adventszeit auch für uns mit einem Glühwein. Wir stossen auf Euch mit einem Rumpunch.
Guten Rutsch ins Neue Jahr und alles Gute für Euch beide. Liebe Grüsse Caro und Zeljko
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Hi Werni – Vielen Dank für die Gratulation und die guten Wünsche. Ja, wir bekommen auch TCS Meldungen von gesperrten Strassen in Folge Schneefall. Kommt einem aus der Ferne seltsam vor…. Ich denke wir bleiben eine Zeitlang hier. Geniesst die schöne Adventszeit auch für uns mit einem Glühwein. Wir stossen auf Euch mit einem Rumpunch.
Guten Rutsch ins Neue Jahr und alles Gute für Euch beide. Liebe Grüsse Caro und Zeljko
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Liebe Atlantiksegeler
Herzliche Gratulation zur Überfahrt und den analytischen Bericht über die kleinen Problemchen. Schön dass die positiven Erlebnisse überwiegen. Einen Plan B wenn nicht C D E muss man immer bereit halten. Auch das improvisieren muss gelernt sein.
Wir hoffen, dass Ihr die Zeit in der Karibik geniessen könnt und sind gespannt über Eure nächsten Pläne.
Schöne Feiertage wünschen Euch
Kathi und Jürg SV Stella Maris
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Lieber Jürg – vielen Dank. Auch für Euch unsere allerbesten Wünsche für das Neue Jahr. Hoffentlich sieht man sich irgendwann in 2020. Nicht ausgeschlossen dass wir Hurrikan-Season in Europa verbringen. Was sind Eure Pläne segeltechnisch? Frohe Weihnachten und alles Gute. Caro und Zeljko
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