Es geht los…. Wir sind wieder unterwegs!!!

Leinen los in Rabac am Montag, 6. Mai 2019

Endlich ist es so weit. Nach langen Monaten an Vorbereitungen und Bauarbeiten im Haus in Rabac haben wir die Marina auf Insel Cres in Richtung Rabac / Istrien verlassen. Wir haben ein Zeitfenster von zwei Tagen mit etwas stabilerem Wetter erwischt, um die vielen Sachen, die wir im Haus in Rabac verstaut hatten, wieder aufs Schiff zu bringen und nochmals zu verstauen. Nun müssen wir nur noch einen Plan erstellen, aus dem ersichtlich ist, wo sich was befindet. Das was man gerade benötigt befindet sich jeweils ohnehin in der untersten Kiste. Na ja, irgendwas muss man zu tun haben auf dem Schiff… Der lokale Radiosender (Radio Labin) hat unsere Abreise auch medial begleitet ( https://www.facebook.com/RadioLabin/videos/590803594754524/ ). Ich habe versprochen, einmal monatlich einen Blogbeitrag auf Kroatisch zu verfassen, sodass uns auch unsere kroatischen Freunde begleiten können.

Den Monat Mai wollen wir in kroatischen Gewässern verbringen, die schöne Küste geniessen und einige Wartungsarbeiten erledigen. Die Entsalzungsanlage haben wir bereits „dekonserviert“ und in Betrieb genommen. Nun wollen wir die Jeffa-Steuerung und die Wintschen am kommenden Montag warten. Danach kommt noch der Mast dran, vorausgesetzt, dass die bereits im März bestellten Teile aus Frankreich endlich eingetroffen sind. Ansonsten segeln wir einfach weiter und warten den Mast dann irgendwo in Italien oder Spanien. Spätestens am 1. Juni wollen wir die kroatischen Gewässer in Richtung Griechenland verlassen.

Die erste Woche hatten wir Luca bei uns an Bord. Er hat in Punat ein Skippertraining absolviert. Nur paar Tage davor hat er in der Schweiz auch ganz offiziell seinen Hochsee-Schein ausgehändigt bekommen. Herzliche Gratulation, Luca!

In der zweiten Woche begleitete uns Matteo eine Woche lang auf der Route Split, Brac, Hvar, Vis, Solta und wieder Split. Wir konnten sehr wenig segeln, da das Wetter sehr zu Wünschen übrig lässt. Zuerst heftige Regenfälle (siehe Tabelle: l/m2 in 48 Std.)

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und danach 2 Tage Bora bis 40 KN (im Norden bis 90 KN) haben uns nicht erlaubt Split wie geplant zu verlassen. Split hat sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt. Da kann man ohne Weiteres vier Tage verbringen.

Ich hätte es fast vergessen. Natürlich haben wir auch meinen 60-sten Geburtstag in Split gefeiert. Meine Schwester Vlatka und mein Neffe Rino waren auch dabei. Bis auf den Dauerregen, haben wir die Tage in Split sehr genossen! Vielen herzlichen Dank für Eure Glückwünsche zu meinem Geburtstag!

Die ersten Eindrücke aus dem Land der Fussball-Vizeweltmeisters: landschaftlich nach wie vor sehr reizvoll. Viele schöne Buchten und Orte, die ihren ursprünglichen Charakter erhalten haben. Mitte Mai: Die Menschen erwachen langsam aus dem langen Winterschlaf. Noch sind bei weitem nicht alle Einrichtungen für die Sommersaison bereit. Wenn man bedenkt, dass Ende Oktober spätestens wieder Ruhe einkehrt, ist das alles reichlich spät. Die Menschen verdienen hier sehr wenig. Sie bemühen sich aber auch nicht, viel mehr zu leisten als sie verdienen. Ich kann meinen Beruf nicht ganz ablegen und versuche mir immer vorzustellen, wie kann man in einer Saison die lediglich zwei – drei Monaten dauert ein Geschäft rentabel betreiben? Das geht nur über die Preise: Die Preise haben teilweise kräftig angezogen. Sie sind verglichen mit der Schweiz noch immer sehr moderat. Im Vergleich aber zu anderen Mittelmeerstaaten wird es langsam eng. In Bezug auf die Marina-Preise liegt Kroatien bei Tagestarifen bereits heute deutlich über Südfrankreich, Italien und Spanien.

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