Griechenland – das Ionische Meer – Süd (1. Juli bis 13. August 2023)

Wir haben den Monat Juli und einen grossen Teil des Monats August in den südlichen ionischen Inseln verbracht. Aus Preveza erreicht man die nördlichste Insel Lefkada, entweder segelnd entlang der von langen Sandstränden umsäumten Westküste oder durch den Lefkas-Kanal mit der schwimmenden Drehbrücke, die zu jeder vollen Stunde für eine viertel Stunde aufgeht, um die vom Süden oder vom Norden wartenden Schiffe durch zu lassen. Beide Varianten sind spannend und wir haben auch beides ausprobiert. Die beliebtesten Ankerplätze auf Lefkada sind sicherlich Nidri / Tranquil Bay, Sivota und ganz im Süden der Surf-Hotspot Vasiliki.

Bevor wir Preveza verlassen haben, haben wir unseren Fischer Panda Generator von Panos Avgustis ausbauen und zur Hauptvertretung von Fischer Panda nach Athen liefern lassen. Nun warten wir auf den Bescheid und hoffen, dass wir den nicht nochmals einbauen müssen. Wir haben den Generator mit dem Schiff gekauft und lediglich wenige Stunden pro Jahr genutzt. Anstelle des Generators wollen wir komplett auf Solar- und Windenergie umstellen und die bestehende Kapazität Schritt für Schritt ausbauen.

In Preveza waren wir insgesamt drei Mal. Die Stadt mit zwei Marinas und dem öffentlichen Hafen (da lagen wir meistens vor eigenem Anker), mit unzähligen Tavernas und toller Infrastruktur hat uns sehr gut gefallen. Wir haben in Saitan Bazar und in der Taverna Mythos mehrere Male sehr gut gegessen.

Ende Juli kam auch Matteo in Preveza für zwei Wochen zu uns aufs Schiff. So hatten wir die Gelegenheit die besten Plätze die wir im Juli erkundet haben nochmals anfangs August mit ihm anzulaufen. Luca und Tabea waren zu dieser Zeit einen Monat lang auf einer Trekking-Tour in Schottland. Natürlich mit dem Zug!

Preveza und Lefkada

Insel Meganisi

Von Lefkada gerade vier Seemeilen entfernt liegt die „Buchten-Insel“ Meganisi. Wir lagen hier in der Ambelaki-Bucht, wo wir Silvia und Bruno, Langzeitsegler aus der Schweiz kennengelernt haben. Die Bucht ist seit 5 Jahren auch das Zuhause von Claudia und Erich, einem österreichischem Paar welches hier buchstäblich ihre Zelt auf dem Schiff aufgeschlagen haben. Sie leben nun seit Jahren in dieser Bucht, Sommer und Winter. Erich ist technisch geschickt und repariert gerne die Schiffsmotoren und Claudia ist ausgebildete Köchin. Wir haben mit beiden Paaren mehrere schöne Abende vor Anker verbracht und hoffen sie bald wieder zu sehen. In der Ambelaki-Bucht gibt es zwei Tavernas und ein Café. Den Hauptort Vathi erreicht man von hier aus in weniger als 10 Minuten zu Fuss. Die Ortschaft Katomeri liegt hoch oben auf dem Berg und ist auch einen Besuch wert.

Kalamos und Kastos

Von allen ionischen Inseln im Süden haben und die Inseln Kalamos und Kastos am besten gefallen. Sie liegen etwas abseits der üblichen Touristen-Routen und sind deshalb auch sehr ursprünglich geblieben. Auf Kalamos gibt es einen kleinen Hafen, welcher von Georg bewirtschaftet wird. Da er auch die einzige Taverna im Dorf betreibt ist er bemüht in den rund 20 Schiffe fassenden Hafen, jeweils mindestens 60 Schiffe rein zu drücken, sodass auch die Tische in seiner Taverna abends zum bersten voll sind. Der Platz im Hafen ist gratis. Der Ankersalat am nächsten Tag ist wundersamerweise gänzlich ausgeblieben. Chapeau Georg! Auf der Nordseite der Insel Kalamos liegt Episkopi. Hier hat es Platz für lediglich 5 Schiffe. Die einzige Taverna liefert vorzügliches Essen. Abends, wenn der Wind auf Nord dreht verschiebt man sich am Besten nach Mytika, wo es viel Platz zum Ankern gibt und eine weitere tolle Taverna im Leuchturm-Haus (Faros) liegt. Die beste Bougatsa (Filloteig mit Vanillecreme) in dieser Gegend gibt es auch in der Bäckerei von Mytika.

Auf der Insel Kastos gibt es sehr viel Platz zu ankern und ein hübsches Dorf mit einer Windmühle, zwei Tavernas und einer Weinbar. Im Winter leben hier lediglich 80 Personen. Sowohl Kalamos wie auch Kastos sind autofrei. Die Lebensmittel werden von kleinen Fischerbooten geliefert und das Baumaterial von einer kleinen Fähre aus Mytikas. Strom gibt es auch nicht immer. Dann fällt halt auch der morgendliche „Freddo“ (Freddo-Cappuccino) leider aus.

Ithaca

Von Kastos ist es nur ein kurzer Schlag nach Ithaka – wo angeblich die 10-jährige Homer’s Odysseye ihren Anfang und Ende fand. Hier liegt man vorzugsweise in einer der schönen Buchten vor Anker oder man am Steg in Vathy, Hauptort der Insel oder etwas ruhiger, wenn auch noch immer genug touristisch, in Kioni, im Norden der Insel. Wir haben beide Orte besucht. Vathy bedeutet auf griechisch „tiefer Hafen“. Einen gleichnamigen Ort gibt es auf fast jeder Insel. Genauso wie Chora in der Ägäis für den „Hauptort / Zentrum“ steht und immer wieder vorkommt. In Vathy haben wir einen Mietwagen genommen und eine hübsche Inselrundfahrt gemacht. Hier haben wir auch den lustigen Wirt des Cafes „Karamela“ mit seinen lustigen Sprüchen auf dem T-Shirt kennen gelernt. Die Sprüche reichten von „DRINK – till you want me“ bis „I DON’T NEED SEX, I get fucked by my government every day“. Excuse my french!

Kefalonia und Zakynthos

Die beiden südlichsten Insel im Ionischem Meer sind auch die von den Touristen am meisten frequentierten. Die beiden Hauptorte Argostoli (Kefalonia) und Zakynthos Stadt werden von den Kreuzfahrtschiffen angelaufen und lassen ein wenig den relaxten griechischen Charme vermissen. Wo es viele Leute gibt ist es auch schnell mal schmuddelig und laut. Natürlich gibt es auch hier schöne Strände / Buchten wo man einige Tage verbringen kann. Die Lagans Bucht im Süden von Zakynthos ist ein Naturschutzgebiet wo die vom Aussterben bedrohte Schildkröten-Art Caretta-Caretta ihre Brutstätte hat. Es ist aber auch der Strand wo die jungen Partygänger am Cameo Strand ihren Rausch ausschlafen. Für uns ältere Semester reichen ein paar Tage hier.

Matteo flog von Zakynthos nach Santorini und mit der Fähre nach Ios weiter, um hier seine letzte Ferienwoche mit den Kumpels zu verbringen. Wir setzen die Segel in Richtung Festland, wo wir in Katakolon unseren ersten Hafen auf dem Peloponnes anlaufen werden. Von hier nach Olympia sind es nur 30 Kilometer. Darüber berichten wir dann im nächsten Blogbeitrag.

Hinterlasse einen Kommentar

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑