Mit einem Monat Verspätung haben wir gestern mein wunderschönes Heimatland, mit etwas Wehmut aber auch mit einem frohen Blick in die bevorstehende Zukunft verlassen. Etwas Frust mischt ist auch dabei, weil vieles nicht so funktioniert hat wie wir uns das gewünscht haben. Es ist eine wunderschöne Küste, die aber schlecht geführt und vermarktet wird und wo man für eine im besten Fall mediokre Leistung im internationalen Vergleich zu viel bezahlt. Handwerkerleistungen sind nur mit Wochen bis Monaten Vorlaufzeit zu bekommen. Die schönsten Buchten wurden mit Bojen übersät, für die man soviel Geld verlangt, wie im Durchschnitt in Südfrankreich für einen Marinaplatz. Der eingeschlagene Weg ist sicher nicht der Richtige und das wird sich bestimmt rächen…
Was man den Kroaten lassen muss. Den besten Fisch haben wir bisher jeweils in Kroatien gegessen. Besonderes Highlight ist immer wieder das Restaurant am Ufer der Sipan Bucht („Kod Marka“).
Aus Triest fuhren wir relativ zügig nach Punat auf Insel Krk, wo wir in zwei Wochen einiges erledigen konnten. Das Schiff wurde abgeriggt und das Rigg gewartet. Der Dieselmotor hat, neben neuem Öl, auch einen neuen Auspuffkrümmer bekommen. Die Ankerkette wurde um 16 m (neu >70m) verlängert. Die beiden Reffleinen wurden durch längere ersetzt, sodass wir das neue 3. Reff nutzen können. Der Spinnakerbaum kam endlich aus Frankreich, leider war aber die Mastschiene nicht dabei. So ging der Spinnakerbaum nach Frankreich zurück und wir sind um eine wichtige Pendenz „reicher“. Glücklicherweise kann man den Parasailor (spezielle Form des Spinnakers) auch ohne Spinnakerbaum fliegen.
Besonderes Highlight war der Besuch unserer lieben Freunde Dezi und Zeljko mit meinem Patenkind Rafaela in Istrien wie auch das Treffen mit meiner Cousine Vesna auf Insel Hvar. Caro hat auch schon ihr Geburtstagsgeschenk bekommen. Ein faltbares Elektrovelo, blau wie ihre schönen Augen. So kann sie mir auf meinem Elektro-Trotti besser folgen.
Ein „nettes“ Abschiedsgeschenk hat sich die kroatische Grenzpolizei für uns ausgedacht. Wir wussten zwar, dass wir nach dem Ausklarieren in Dubrovnik, das Land auf „kürzestem Weg“ verlassen müssen. Die paar Photos von Dubrovnik und Cavtat haben einen Umweg von einer halben Meile und ein schweres Vergehen bedeutet, welches die Grenzpolizei auf dem Gummiboot, ausgerüstet mit dem Funk-Kreditkartenleser, noch kurz vor der montenegrinischen Grenze mit HRK 666,67 (CHF 105,-) geahndet hat. Geniesst also die letzten Bilder von Dubrovnik. Die waren teuer genug….
Wie uns die Montenegriner empfangen haben erzählen wir Euch in unserem nächsten Beitrag!
Hier noch die letzten Photos aus Kroatien:
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