Ankunft in Istrien

Split – Rogoznica – Insel Lošinj

Nach der Ankunft in Kroatien genossen wir das schönste Herbstwetter mit Temperaturen deutlich über 20 Grad, leider aber – für den Herbst typisch – praktisch windstil. Wir haben die Zeit genutzt und das Schiff kurz ausgewassert, um das Öl im Saildrive zu wechseln und das Unterwasserschiff zu säubern und zu kontrollieren. In kleinen Etappen haben wir uns in Richtung Istrien bewegt, wo in Rabac unser Haus auf uns wartet. Nach zwei Tagen mit mässigen Winden, haben wir es leider nicht geschafft rechtzeitig, vor einer heftigen Bura-Periode in Rabac anzulegen und  mussten drei Tage auf der gegenüber liegenden Insel Cres/Lošinj im Hafen ausharren. Bura ist ein böiger Fallwind aus N/ NE welcher vor allem in Senj und in Triest sehr heftig wehen kann. So war es auch diesmal. Sowohl nördlich wie auch südlich von uns hatten wir bis zu 40 Knoten Wind, im Hafen von Lošinj, wo wir sicher vertaut waren, aber lediglich 8 – 10 Kn.

Rabac – Marina Cres

Mit den letzten Bura-Böen sind wir am 23. Oktober in die Bucht von Rabac, Zeljkos Geburtsort rein gesegelt. Das Log zeigte 2.975 Seemeilen (5540 Km), seit wir im Mai in Valencia abgelegt haben. Ein bisschen stolz sind wir schon auf diese Leistung. Mit Ausnahme von ganz wenigen brenzligen Situation, die den Adrenalinspiegel hoch schnellen liessen, haben wir die gesamte Strecke ohne nenneswerte Zwischenfälle gemeistert, viele wunderbare Momente erlebt und viel Erfahrung gesammelt.

Wir hatten in Rabac genau zwei Tage Zeit um die Kleider und Bettwäsche nach Hause zu tragen und vor dem nächsten Herbststurm in die Marina auf der Insel Cres zu segeln. Die Ortschaft Cres, befindet sich auf der gleichnamigen Insel, 14 SM von unserem Haus entfernt und liegt in einem geschützten  Naturhafen, welcher von uralten Olivenbäumen umgeben ist. Die Olivenernte ist gerade im Gange. Die Touristen sind grösstenteils abgereist und der Fisch ist frisch. Wir haben auf unserer Reise überall gut gegessen, der Fisch ist aber in Kroatien besonders gut.

Jetzt genissen wir noch die letzten schönen Herbsttage in unserem Haus in Rabac und den festen Boden unter den Füssen. Zwei, drei Sachen gibt es noch zu erledigen auf dem Schiff und um das Haus. Ansonsten kochen, lesen und Bekannte treffen. Spätestens Ende November sind wir in Zürich, wo wir die Adventszeit mit der Familie und Freunden verbringen wollen. Vom Januar bis März werden wir zwischen Engadin und Kroatien pendeln und das Schiff für den nächsten langen Schlag vorbereiten. Die Solarpanele müssen montiert und der Parasailor angeschafft werden. Dann kann es weitergehen…

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